Baumwolle ist die gereinigte Faser aus den Samenkapseln des Baumwollstrauches und die mit Abstand am häufigsten verwendete Faser der Textilindustrie. Über die Hälfte aller verarbeiteten Fasern sind aus Baumwolle.

Herstellung
Der Anbau von Baumwolle ist oft problematisch und mit hohem Verbrauch von Wasser und Agrarchemikalien verbunden. Konventionelle Baumwolle wird auf etwa 1% der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Erde angebaut. Leider werden auf diesen 1% aber etwa 20% aller weltweit verwendeten Agrarchemikalien eingesetzt.
Bei der konventionellen Produktion und Verarbeitung von Baumwolle werden massiv hochtoxische Chemikalien eingesetzt. Dies hat nicht nur katastrophale Folgen für die Umwelt, sondern belastet durch Rückstände in den Textilien auch die Gesundheit der Träger.
Eine Alternative ist Baumwolle aus kontrolliert biologischen Anbau, hier gibt es keinen Kunstdünger, keine Pestizide und keine Monokulturen.
Eigenschaften
Die Baumwollfaser selbst besteht aus Zellulose (Kohlehydrate), wobei sich um einen Hohlraum in Inneren mehrere Zelluloseschichten, ähnlich den Schichten einer Zwiebel, legen.
Ihr chemischer Aufbau als Kohlehydratfaser macht Baumwolle viel unempfindlicher gegen Hitze und mechanische Belastung als die leicht brüchigen Eiweißfasern von Wolle und Seide. Sie trägt sich angenehm weich, ist sehr luftdurchlässig und atmungsaktiv.
Baumwolle wird gern für Windeln verwendet, da sie viel Feuchtigkeit aufnehmen kann. Die aufgenommene Feuchtigkeit wird rasch über das gesamte Textil verteilt. So kann eine Strickwindel mit einem Eigengewicht von 85 g bis zu 100ml Feuchtigkeit aufnehmen und halten.
Pflege
Die Pflege von Baumwollartikeln ist recht einfach, sie besitzen eine hohe Scheuer- und Reißfestigkeit. Sie sind sehr widerstandsfähig gegen Hitze und können problemlos bei 95° C gewaschen werden. Heiß bügeln erhöht das Volumen der Baumwolle, lässt sich flauschiger und weicher werden.
Lesen Sie weiter zu: Faser Mischungen.
